Bad Mergentheim. Nachdem bereits in der vorangegangenen Woche die Musikprofilklassen 5 bis 7, der Chor der Klassen 5 und 6, die Tanz-AG sowie das Vororchester des DOG die zahlreichen Besucher in der Schulaula musikalisch auf die Weihnachtszeit eingestimmt hatten (wir berichteten), fand die zweite Adventsmusik nun in der Schlosskirche statt. Ausführende waren die Chöre der Klassen 5 bis 12 unter Leitung von Johanna Beer und Anita Throm, die Musikprofilklasse 8 bis 10, geleitet von Johanna Beer und Axel Bähr sowie das Jugendsinfonieorchester (JSO) Bad Mergentheim unter Leitung von Axel Bähr.

Auf dem Programm standen Lieder, Traditionals und Werke verschiedener Genres und von Komponisten vom 15. Jahrhundert bis hin in die Moderne. Das Konzert fand in Kooperation mit der Jugendmusikschule Bad Mergentheim und der Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal statt.

Einen feierlichen Auftakt bildeten Bläser des JSO mit einer „Doppelchörigen Canzone“ aus dem Frühbarock des italienischen Komponisten Pietro Lappi. Ein stimmungsvoller Klang und ausgeprägter „Stereo-Effekt“ ergab sich durch die räumliche Aufteilung des elfköpfigen Ensembles in zwei Gruppen im linken und rechten Flügel des Altarraums.

„Mit Ihrem so zahlreichen Besuch setzen Sie ein Zeichen der Verbundenheit mit unserer Schule und zeigen Anerkennung für die musikalischen Leistungen der Schüler und weiteren Akteure“, betonte DOG-Rektor Christian Schlegel zu Beginn. Das Adventskonzert des DOG sei einer der Höhepunkte des Schuljahres, hob er hervor. Fortgesetzt wurde das Programm mit einem „Coventry Carol“, einem englischen Weihnachtstraditional aus dem 16. Jahrhundert, dargeboten von Johanna Elsner, Elsa Kerscher, Florian Steinriede und Ian Zallas (Gesang) sowie Daniel Pankeyev (Piano). Es folgte der Auftritt der Musikprofilklasse 8, dirigiert von Johanna Beer, mit Lorenz Maierhofers „Down in Bethlehem“. „Carol oft the Bells“ von Mykola Leontowytsch ließ der Chor der Klassen 7 bis 12 erklingen, gefolgt von Jean-Philippe Rameaus „Hymne à la nuit“, dargeboten von Chören der Klassen 5 bis 12, jeweils unter Regie von Anita Throm. Die Musikprofilklasse 9 und 10 trug, dirigiert von Axel Bähr, unter anderem Bachs Fuge Nr. 2 in c-moll, BWV 847, in einer Swing-Fassung mit Silas Richter am Schlagzeug vor. Als Chor sang die Klasse unter anderem John Rutters „Angels Carol“, pianistisch begleitet von Pankeyev. Ein spezielles Glanzstück hatte das Streichensemble des JSO unter Bährs Leitung insbesondere mit dem „Adagietto“ aus Gustav Mahlers fünfter Sinfonie zu bieten.

Mit seinen Wechseln der Metrik und Melodik, einzigartigen und instrumental schwer zu treffenden Harmonien sowie äußerst filigranen und sensiblen Passagen bis hin zum ausklingenden Pianissimo am Ende, war das Werk eine enorm hohe Herausforderung für die Nachwuchsmusiker, die diese mit der geforderten tonalen, virtuosen und dynamischen Treffsicherheit geradezu bravourös meisterten. Ebenso brillierte das JSO des DOG und seine Kooperationspartner bei Cynthia Weils „Christmas Vacation“.

Es wurde aber auch gemeinsam mit dem Publikum gesungen: „Es ist ein Ros’ entsprungen“ und zum Programmabschluss „Fröhliche Weihnachten überall“. Zwischen diesen beiden Weihnachtsweisen erlebten die Zuhörer als weiteren wesentlichen Höhepunkt der Konzertsoiree den Choral Nr. 12 „Brich an, o schönes Morgenlicht“ aus Bachs Weihnachtsoratorium BWV 248, Teil I“, den ein Projektchor erschallen ließ, der vom JSO, Eltern, Lehrern, Schülern sowie weiteren Sängerinnen und Sängern gebildet wurde.

Den über 50 Musikern und Orchestermitgliedern, den Schulchoristen und den weit mehr als 100 Sängern des Projektchors gelang es auch in diesem Jahr wieder auf beeindruckende, begeisternde und mitreißende Weise, mit Können sowie leidenschaftlichem Engagement die sehr vielzähligen Zuhörer bei der Konzertsoiree in der Schlosskirche auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Der Spendenerlös des Konzerts kommt auch dieses Jahr wieder der musikalischen Arbeit des DOG und den Ensembles zu Gute.

Alle Fotos und der Artikel wurden uns freundlicherweise von Peter Wagner zur Verfügung gestellt, veröffentlicht in den © Fränkischen Nachrichten, Dienstag, 18.12.2018