An dieser Stelle berichten wir von Neuigkeiten und besonderen Ereignissen aus dem Schulleben - von A wie Abiball bis Z wie Zeugnisausgabe.

Am Freitag, den 19. Februar 2016, fand in der Aula des Deutschorden-Gymnasium das Konzert des Neigungskurses Musik statt. Unter der Moderation von Simone Ehrmann und Michael Heim präsentierten die Abiturienten die Stücke, die sie auch zum fachpraktischen Abitur zu Gehör bringen werden. Somit ergab sich ganz den Neigungen der Schüler entsprechend ein abwechslungsreiches Programm.

 

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Zu Beginn trugen alle Schüler mit Klavierbegleitung das Gesangsstück ‚Béla Bartók‘ von Wieland Kleinbub vor, eine Einstimmung auf zwei slowakische Volkslieder. Béla Bartók, seine Kompositionen und seine Sammlung von Volksliedern sind ein Schwerpunktthema beim diesjährigen Abitur und haben somit Eingang in das Konzertprogramm gefunden.

Die Solobeiträge eröffnete Patricia Popp melodisch mit der ‚Farewell Serenade‘ für Horn und Klavier von Wilhelm Herfurth. Jaques Offenbachs „Les oiseaux dans la charmille“ von Margarete Zenker nicht nur mit glockenreiner Stimme vorgetragen, sondern sie verkörperte geradezu die wunderschöne mechanische Puppe Olympia, die unter eckigen Tanzbewegungen zweimal im Verlauf des Stückes vom Pianisten Michael Müller amüsanterweise wieder aufgezogen werden musste. Danach schloss sich Simone Ehrmann mit dem Cello an. Beim ‚Concerto in g-moll‘ für zwei Violoncelli und Klavier von Antonio Vivaldi sowie bei der ‚Sonate in C-Dur‘ von Jean Baptiste Breval wurde das sensible Zusammenspiel der Musizierenden deutlich. Die ‚Süße, stille, sanfte Quelle ruhiger Gelassenheit‘ von Georg Friedlich Händel hörte man förmlich durch den Saal plätschern, wiederum ruhig und gefühlvoll vorgetragen von Luca Kerscher am Klavier, Jorina Hofinger mit Gesang und Marie-Luise Zenker an der Violine. Als dramatischer Kontrast dazu spielte Luisa Schmieg mitreißend am Klavier von Sergei Prokofiew die ‚Montagues und Capulets‘, der unheilvolle Aufmarsch der beiden Familien von Romeo und Julia bei einem Ball.

Nach einer kurzen Pause mit einigen Leckereien und Sekt ließ Luca Kerscher die verschiedenen Klangfarben des Klaviers mal geheimnisvoll, mal energisch mit der ‚Rhapsodie in g-moll‘ von Johannes Brahms erklingen. Das ‚Andate und Allegro‘ von Joseph Edouard Barat lebt, wie der Titel schon verrät, vom Gegensatz der beiden Tempi, fein intoniert von Jonas Wallny an der Posaune. Anna Ruess sang ergreifend ‚Immer noch hier‘, ein Lied über ein gebrochenes Herz, welches sie für den Wettbewerb ‚Jugend musiziert‘ selbst komponiert hat. Danach trug sie thematisch passend ‚Rolling in the deep‘ von Adele Adkins ebenso melancholisch und ausdrucksstark vor. Beim letzten Einzelbeitrag wippten im Publikum einige Füße: Timo de Pascali spielte in perfekten Zusammenspiel mit Luca Kerscher am Klavier auf der Trompete von David Gillespie ‚A Night in Tunisia‘,  ein modernes Jazzstück, das sich durch orientalisch anmutende Rhythmen auszeichnet.

Einen gemeinsamen Abschluss machte der gesamten Neigungskurs Musik mit einem kleinen Kursorchester unter der Leitung von Axel Bähr. Schwungvoll und charmant trugen sie das bekannte Lied ‚Aux Champs Elysées‘ vor, wobei man dem Kurs die Freude am gemeinsamen Musizieren deutlich anmerken konnte und das Konzert somit einen erfrischenden Abschluss fand.