An dieser Stelle berichten wir von Neuigkeiten und besonderen Ereignissen aus dem Schulleben - von A wie Abiball bis Z wie Zeugnisausgabe.

Am 18. Februar trafen sich die Lateinschüler der Klassen 7b und 7c zusammen mit Herrn Müller zu einer Exkursion nach Aalen, um das dortige Limesmuseum zu besichtigen. Nach einer eineinhalbstündigen Zugfahrt erreichten wir das Museum. Zuerst erkundeten wir den Außenbereich. Dort waren noch erkennbare Überreste der Principia, des Stabsgebäudes des Kastells, und einer Fußbodenheizung zu sehen, daneben auch ein Holzkran und einige Reliefs und Statuen. Dabei fiel auf, dass die Römer zwar die Völker, deren Land sie erobert hatten, zwangen, sich ihnen zu unterwerfen, ihnen allerdings ihre Religion ließen.

 

 

b_150_100_16777215_01_images_2015-16_Aalen3.jpgDanach begab sich unsere Gruppe, bestehend aus siebzehn Schülern und Schülerinnen, in den Innenbereich des Museums. Nach einer kurzen Vesperpause gab es für uns dann das Angebot zum Verkleiden. Zwei Freiwillige durften einmal in die Rolle eines echten Legionärs schlüpfen, mitsamt dem Schild und einem echten Schwert. Außerdem wurden zwei weitere als römische Frauen gekleidet. Anschließend hatte der Rest der Klasse das Vergnügen, Kettenhemd und Tuniken anzuprobieren und die Möglichkeit, viele Fotos zu schießen und Schnappschüsse zu ergattern.

 

 

b_150_100_16777215_01_images_2015-16_Aalen4.jpgIm Anschluss ging es ins eigentliche Museum. Den Beginn machte die Jupitergigantensäule, auf der ganz oben Jupiters Kampf mit den Giganten zu erkennen ist. Unter der fachkundigen Leitung unseres Lateinlehrers Herrn Müller, konnten wir Landkarten studieren, Besteck oder sogar Speerspitzen und ein Kurzschwert (gladius) , welche nur noch selten erhalten sind, betrachten. Ein besonders interessantes Ausstellungsstück war zum Beispiel das Mithras-Relief. Mithras war eine persische Gottheit, die aber auch von vielen römischen Soldaten verehrt wurde. Schön war auch das Diorama anzusehen, an dem man das Leben am Limes nachverfolgen konnte.

 

 

b_150_100_16777215_01_images_2015-16_Aalen1.jpgDes Weiteren erhielten wir auch einige Informationen über einen sogenannten Hortfund. Immer wieder stoßen Archäologen auf eine Ansammlung unterschiedlicher Fundstücke wie zum Beispiel Töpfe und Krüge, aber auch Schmuck. Daraus lässt sich schließen, dass die damaligen Bewohner aufgrund einer Epidemie, eines Krieges oder Ähnlichem fliehen mussten und den Großteil ihres Besitzes irgendwo in der Nähe des Hauses vergruben, in der Hoffnung, später wiederkommen zu können  und ihn dann wieder zurückzuerhalten. Doch dass sich diese Hoffnungen erfüllten, war nicht oft der Fall, und so kommen immer wieder solche Hortfunde zum Vorschein. Überraschenderweise verfügten die alten Römer auch über ein geregeltes Straßensystem, wie man anhand von noch erhaltenen Leugensteinen, den Vorläufern unserer heutigen Straßenschildern, erkennen kann.

 

b_150_100_16777215_01_images_2015-16_Aalen2.jpgIm Anschluss an unsere Museumsführung gab es für uns Schüler noch die Möglichkeit uns ein kleines Andenken aus dem Museumsshop mitzunehmen, bevor wir dann Zeit zur freien Verfügung  hatten, die wir zu einem kleinen Bummel durch die Aalener Innenstadt nutzten.

Nach einem Tag voller interessanter und lehrreicher Eindrücke ging es dann mit dem Zug wieder zurück nach Bad Mergentheim.

Angelina Schülke