An dieser Stelle berichten wir von Neuigkeiten und besonderen Ereignissen aus dem Schulleben - von A wie Abiball bis Z wie Zeugnisausgabe.

Vom 11.06. bis 13.06.2016 waren die Lateiner der 9. und 10 Klassen unter Begleitung von Herrn Müller und Frau Börner auf Exkursion in der alten Römerstadt Trier.

Hier ein kurzer Bericht zu den drei nassen und ereignisreichen Tagen:

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1.Tag

Nach der langen Busfahrt und einem kurzen Zwischenstopp in der Jugendherberge ging unser striktes, aber doch spannendes Programm los. Der erste Programmpunkt war die Porta Nigra (lat. für Schwarzes Tor), die auch als Wahrzeichen Triers gilt. Dieses ist eines der fünf antiken Stadttore, die Trier in der Römerzeit schützten. Wegen Angriffen der Gallier wurde die Porta Nigra, die eigentlich in der Antike nicht schwarz war, nie richtig fertig gestellt. Dies kann man noch heute an der Unebenheit der Steine erkennen, die eigentlich immer glatt geschliffen wurden. Nach der Eroberung Triers durch die Alemannen wurde das Tor nicht mehr gebraucht, sodass viele Steine und Metallklammern vom Volk abgetragen wurden. Erst durch Simeon, einen Geistlichen, wurde dies beendet, weil dieser sich in der Porta Nigra einmauern ließ, um in Abgeschiedenheit zu leben. Er starb allerdings schon acht Jahre später, sodass die Einwohner Triers das Tor in eine Kirche umbauten. Als Napoleon zu späterer Zeit die Herrschaft übernahm, entschied dieser, das römische Tor von den Neubauten zu befreien, sodass wir es in seiner antiken Schönheit besichtigen konnten.

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Nach einem kurzen Zwischenstopp am Dom liefen wir zur Palastaula, welche auch Constantin-Basilika genannt wird. Kaiser Constantin erbaute diese, um dort Staatsgäste und Botschafter zu empfangen. Heute wird die Basilika als Kirche genutzt. In der anschließenden Freizeit befand sich fast die ganze Reisegruppe, einschließlich uns, bei McDonalds und schlug sich den Magen voll.

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Nachdem wir alle vollgefuttert waren, ging es dann mit einer Domführung weiter, bei der wir einen Einblick in den Pfälzischen Dialekt bekamen, den wir alle allerdings zuerst für einen Sprachfehler hielten. So haben wir erfahren, dass die „römiche“ Kirche oft vergrößert wurde und heute noch manche Teile der antiken „katholichen“ Kirche enthält, die man noch unter den unterschiedlichen Baustilen des Doms erkennen kann.

Völlig geschafft kehrten wir anschließend in die Jugendherberge zurück, wo wir nach dem Bezug der Zimmer ein warmes Abendessen erhielten.

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2.Tag

Morgenstund hat Gold im Mund. Dieses Sprichwort bekamen wir am eigenen Leib zu spüren, denn an einem Sonntag um 7.30 Uhr frühstücken zu müssen, waren wir definitiv nicht gewohnt. Dennoch waren wir pünktlich am Rheinischen Landesmuseum, in dem wir einen Einblick in Neros Leben bekamen. Nach der pfälzischen Führung am Vortag führte uns nun eine nette und süße Französin durch das Museum, die sehr darum bemüht war, uns alles verständlich, in französischem Dialekt, zu erklären. So erfuhren wir, dass Nero ein sehr facettenreicher Herrscher war, der sich mehr als Künstler sah. Anschließend wurden wir in das Reich der Schatten geführt, in welchem alte römische Grabsteine durch Projektionen zum Leben erweckt wurden. Trotz der spannenden Geschichte war es doch sehr anstrengend die ganze Zeit zu stehen, weil wir leider nicht darauf hingewiesen wurden, dass sich am anderen Ende des Raumes Klappstühle befanden. ;)

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Auch in dieser Mittagspause war McDonalds die Hauptattraktion für uns. Der Weg zu den Kaiserthermen brachte uns dazu, die Kalorien dieses gehaltvollen Mittagessens abzuarbeiten, da Herr Müller ein ordentliches „Sprinttempo“ vorlegte, mit dem leider nicht alle mithalten konnten. Die Kaiserthermen, von denen leider nicht sonderviel übriggeblieben ist, außer einem erstaunlich modernen Bobbycar, waren sehr beeindruckend. Vor allem die unterirdischen Gänge waren noch gut erhalten, durch welche wir mit gemischten Gefühlen irrten.

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Wieder zurück in der Innenstadt besuchten wir das Bischöfliche Museum. Hier wurden wir in zwei zeitversetzten Gruppen von Herrn Müller durchgeführt. Den Nachteil der unterschiedlichen Führungszeiten bekam vor allem die zweite Gruppe zu spüren, welche nämlich anschließend im strömenden Regen zur Jugendherberge zurücklaufen musste und von der ersten Gruppe schadenfroh in Empfang genommen wurde. Das anschließende Fußballspiel wurde von vielen in der Jugendherberge angeschaut. Einige, die noch die Hoffnung auf ein trockenes Public Viewing hatten, sammelten sich trotzdem auf dem Viehmarkt von Trier. Damit ging für viele ein regenreicher Tag zu Ende.  b_150_100_16777215_01_images_2015-16_Trier-Exkursion_DSC03569_bearb.jpg

3.Tag

So wie der zweite Tag aufgehört hatte, fing der dritte Tag an. Nachdem wir unsere Koffer gepackt und verladen hatten, scheuchten uns die Lehrer im strömenden Regen über die Römerbrücke zum Amphitheater, welches wir nach einer halben Ewigkeit völlig durchnässt erreichten. Dort bekamen wir – wieder trocken – einen Einblick in den Beruf der Gladiatoren und wateten durch kleine Seen im Untergrund des Amphitheaters. Der Bus brachte uns anschließend wieder in die Innenstadt von Trier, in der wir uns zunächst die Friedrich-Spee-Gruft anschauten und dann die restliche Zeit frei verbringen konnten.

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In Erinnerung bleibt uns Lateinern eine interessante und lehrreiche Exkursion… und ein Paar verschimmelte Schuhe. :) 

 

Julia, Johanna und Wiebke