An dieser Stelle berichten wir von Neuigkeiten und besonderen Ereignissen aus dem Schulleben - von A wie Abiball bis Z wie Zeugnisausgabe.

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Axel Bähr dirigierte das Jugendsinfonieorchester. Alle Fotos mit freundlicher Erlaubnis von Peter D. Wagner

Bad Mergentheim. Abwechslungsreichen, unterhaltsamen und gelungenen Musikgenuss präsentierte das Jugendsinfonieorchesters (JSO) unter Leitung von Axel Bähr bei seinem Jahreskonzert in der gut besuchten Wandelhalle. Das Konzert wird traditionell Ende Juni in Zusammenarbeit mit der Kurverwaltung und dem Deutschorden-Gymnasium (DOG) dargeboten.

Auftakt des stimmungsvollen Programms, das charmant und informativ von Linda Ruess und Sophie Jans moderiert wurde, waren vier Sätze aus Edvard Griegs "Peer Gynt", darunter das bekannte "In der Halle des Bergkönigs".

Violine und Orchester

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Marie-Luise Zenker brillierte als Solistin an der Violine

Bei den im Folgenden dargebotenen beiden Sätzen aus Mozarts Konzert Nr. 3 für Violine und Orchester überzeugten als Solisten im ersten Satz Ruben Völker und im zweiten Satz Annette Holl. Eine besondere Herausforderung für das gesamte Ensemble stellte das anspruchsvolle Konzert Nr. 5 für Violine und Orchester in a-moll des belgischen Komponisten Henri Vieuxtemps aus dem 19. Jahrhundert dar. Hierbei brillierte die hochtalentierte 2017er-Abiturientin Marie-Luise Zenker als Solistin mit ihrem ausdrucksstarken und filigranen Spiel an der Violine.

 

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Bei Leroy Andersons Klassiker "The Typewriter" besetzten Lucas Fitzgerald und Phillip Stahl Schreibmaschine und Glocke.

Der zweite Konzertabschnitt, in dem populäre und moderne Melodien vorwiegend aus Filmen zu hören waren, begann mit Leroy Andersons Klassiker "The Typewriter" mit den beiden JSO-Schlagzeugern Lucas Fitzgerald und Phillip Stahl an der Schreibmaschine und an der Glocke. Darauf folgten acht Höhepunkte aus James Newton Howards "King Kong"-Soundtrack. Zudem gab es die Titelmusik des deutsch-iranischen Komponisten Ramin Djawadi zu der US-Fernsehserie "Game of Thrones" zu hören. Die "Symphonic Suite" aus Howard Shores Musik zu "The Lord of the Rings" mit Elsa Kerscher als Gesangssolistin bildete den Abschluss des offiziellen Programms, bevor das JSO den zahlreichen Zuhörern mit der Filmmusik zu "Forrest Gump" noch eine Zugabe präsentierte.

Diese war auch ein Dank des JSO für den stürmischen Applaus des Publikums, den sich das gesamte Ensemble inklusive der Stimmführerdozenten Christiane Stribel-Berge, Andreas Berge und Hubert Holzner redlich verdient hatte.

Die diesjährige Vorstellung des JSO war zugleich auch das Abschiedskonzert für DOG-Leiterin Sabine Rühtz, die im Sommer als neue Leiterin an ein Gymnasium in Lahr wechseln wird (wir berichteten). Als "eine tolle Leistung eines jeden Einzelnen" und "sehr bemerkenswert, all die Jahre am DOG ein so hervorragendes Orchester zu haben", würdigte Rühtz das Ensemble.

Dies sei vor allem auch Bährs Verdienst, der das JSO in dieser Weise geformt habe sowie es schaffe, dass immer wieder Lücken geschlossen werden könnten, wenn Jahr für Jahr frische Abiturienten das Orchester verlassen müssten.

60 Nachwuchsmusiker

Das JSO - ein Kooperationsprojekt des DOG, der Jugendmusikschule sowie der Schule für Musik und Tanz im Mittleren Taubertal in Lauda - besteht aus rund 60 Nachwuchsmusikern im Alter zwischen etwa elf und 19 Jahren.

In den rund drei Jahrzehnten seines Bestehens absolvierte das Orchester unter der Leitung seines Gründers und Dirigenten, des DOG-Musiklehrers Axel Bähr, eine Vielzahl an Konzerten und etliche Konzertreisen, unter anderem nach Skandinavien und Brasilien sowie in die Bad Mergentheimer Partnerstädte Borgomanero (Italien) und Digne (Frankreich).

Gleichzeitig sammelte das Ensemble mehrfach bei Benefizkonzerten Spenden für soziale Projekte wie etwa für Straßenkinder in Rio de Janeiro oder für AIDS-Hilfe in Südafrika. Als größter Wettbewerbserfolg belegte das JSO 1997 einen dritten Rang auf Bundesebene beim Orchesterwettbewerb der "Jeunesses Musicales Deutschland". Neben einer CD-Aufnahme hatte das JSO mehrere Fernsehauftritte im In- und Ausland.

Mit freundlicher Erlaubnis von Peter D. Wagner, © Fränkische Nachrichten, Donnerstag, 29.06.2017