An dieser Stelle berichten wir von Neuigkeiten und besonderen Ereignissen aus dem Schulleben - von A wie Abiball bis Z wie Zeugnisausgabe.

b_150_100_16777215_01_images_2016-17_Vermessungsprojekt_vermessung5.jpgAm Mittwoch, den 19. Juli 2017, war es wieder soweit: die Klassenstufe 9 trat beim Vermessungsprojekt in Aktion.

 

 

 

 

b_150_100_16777215_01_images_2016-17_Vermessungsprojekt_vermessung1.jpgDer Hintergedanke ist der, dass man mathematische Kenntnisse über Trigonometrie und Flächenberechnungen von Vielecken praktisch anwendet. Helmut Wutz und Franziska Erlenbach vom Vermessungs- und Flurneuordnungsamt des Landkreises Main-Tauber bereiteten ausführlich das Projekt vor. Bei einer Vorbesprechung mit den Fachlehrern der 9. Klasse Bärbel Fritsche, Daniel Fahlke und Edwin Gakstatter haben Herr Wutz und Frau Erlenbach das Projekt vorgestellt, die nötigen vermessungstechnischen Kenntnisse vermittelt und alle von ihnen vorbereiteten Daten zur theoretischen Bestimmung mitgebracht. Besonders interessant ist, dass auch heute noch in der Geodäsie (bei der Vermessung) nicht mit dem 360 Grad -System, sondern mit dem 1937 eingeführten 400 Gon-System, gerechnet wird. Dieses System wird in allen geodätischen Instrumenten verwendet und hat den Vorteil, dass die Winkel stets mit einfachen Dezimalzahlen beschrieben werden können.

b_150_100_16777215_01_images_2016-17_Vermessungsprojekt_vermessung2.jpgIm Unterricht bereiteten die Fachlehrer die Schülerinnen und Schüler auf das Projekt vor. Eine besondere Rolle spielt die Erweiterung des Satz des Pythagoras auf den Kosinus-Satz, mit denen man Längen und Winkel in beliebigen Dreiecken berechnen kann. Derartig ausgerüstet wurden die Schüler in Gruppen eingeteilt und wurden von jeweils einem Betreuer in den Gebrauch des Tachymeters, dem Hauptmessgerät der Geodäsie, eingewiesen. Jede Gruppe nahmen damit von ihrem Standpunkt aus die fünfzehn vorbereiteten Vermessungspunkte auf.

 

 

b_150_100_16777215_01_images_2016-17_Vermessungsprojekt_vermessung3.jpgSie mussten dabei Winkel ablesen und mithilfe des Impulsmessverfahrens über Lichtwellen die Entfernungen bestimmen. Damit war die Vermessungsphase abgeschlossen. Die Auswertung fand unter Anwendung der mathematisch erworbenen Formeln tatsächlich im Unterricht statt. Das Ziel war es ja, die markierte Fläche mit den fünfzehn Eckpunkt inhaltsmäßig zu bestimmen. Obwohl die Schüler alle unterschiedliche Mess- und Zwischenergebnisse hatten, lagen bei den berechneten Längen die meisten Schüler innerhalb der geforderten Genauigkeitsgrenze von 5 cm.

 

 

b_150_100_16777215_01_images_2016-17_Vermessungsprojekt_vermessung4.jpgZuletzt informierten Herr Wutz und Frau Erlenbach über ihr Berufsfeld und auf Interesse stieß auch die Möglichkeit zu Praktikum und Ausbildung am Vermessungs- und Flurneuordnungsamt. Belohnung für die Schüler war neben Informationsmaterial zu Geodäsie auch ein fachbezogenes Geschenk, eine kleine Wasserwage. Fachlehrer und Schüler bedankten sich am Ende bei allen Beteiligten für den praktischen und interessanten Abschluss des Mathematikunterrichtes der Klassenstufe 9.

Edwin Gakstatter und Mirjam Garlin