An dieser Stelle berichten wir von Neuigkeiten und besonderen Ereignissen aus dem Schulleben - von A wie Abiball bis Z wie Zeugnisausgabe.

Stück mit zeitloser Botschaft

Schüler des Deutschorden-Gymnasiums haben an zwei Abenden „Momo“ von Michael Ende in der Bühnenfassung von Vita Huber aufgeführt. Jeweils 250 Gäste kamen in die Aula der Bad Mergentheimer Schule.

Das schönste Lob für die Auftretenden war, dass die Zeit „wie im Fluge vergangen sei“, wie Zuschauer sagten. So fesselnd empfanden sie die Darbietung. „Zeit“ ist natürlich auch das Schlüsselwort für das Werk selbst. Gerade jüngere Gäste – aber auch Mitwirkende – kannten „Momo“ zunächst nicht mehr, verstaubt wirkte Endes Roman nach einigen Jahrzehnten. Dabei ist die Botschaft des Stückes – wie viele feststellten– zeitlos. Gerade heute sind nicht nur Erwachsene, sondern auch Jugendliche scheinbar Gefangene äußerer Zwänge, die ihnen die Zeit stehlen, wie die „Grauen Herren“ bei Momo. Neben den schulischen und beruflichen Herausforderungen gibt es noch den Freizeitstress.Fast 90 Jugendliche aus allen Klassenstufen des Gymnasiums, fünf Lehrkräfte und die ehrenamtlich tätige Regisseurin steckten seit September 2017 sehr viel Zeit in dieses Stück. Die Theater-AG unter Denise Jährling und Marc-Oliver Mögle, die Tanz-AG unter Nadine Koschack, die beiden Chöre unter der Leitung von Johanna Beer und Anita Throm, die Bühnenhelfer mit Stefanie Landkammer, die Techniker-AG, die Instrumentalisten und die Schulsanitäter zeigten, was in ihnen steckt.

Dabei war spannend zu sehen, welches Potenzial entfaltet wurde. Linda Nguyen (Momo), Anna Hofmann (Meister Hora), Elsa Kerscher (Gigi), Ronja Klingert (Beppo), Matthias Hess (Kassiopeia), Samuel Fitzgerald (Grauer Herr), Kayihan Akcakoca (Fusi), Xenia Lenz (Graue Herrin), Lara Feser (Franka), Lara Steuerwald (Maria), Theresa Sänger (Liliana) und Anna Lehmann (Bibbi Girl) überzeugten das Publikum und rissen es mit. Unterstützt wurden sie unter anderem vom Verein der Freunde des Deutschorden-Gymnasiums, der half, die Bühnenrechte zu bezahlen.

Marc-Oliver Mögle